Freitag, 13. Juli 2007

Vietnam - das naechste Indien?

Rucksack-Tourismus in Vietnam hat etwas von einer Reise zwischen den Welten.
Frauen tragen diese spitzen runden China-Huete gegen die Hitze. Die Menschen wohnen teilweise in einfachsten Verhaeltnissen. Die Uebernachtung in einem Luxushotel mit Klimaanlage, Sateliten-TV, Kuehlschrank mit Mini-Bar und eigenem Pool und Motorrad-Verleih hinter dem Haus kostet bei Verhandlungsgeschick wenig als 20 USD.
US-Dollar! Auch das Rechnen in harten Devisen zeigt, dass die wirtschaftliche Unabhaengigkeit noch nicht voll da ist.

Doch: Internet-Cafes in jeder grossen Strasse, voll mit Jugendlichen, die fuer 25 Cent pro Stunde dort Netzwerkspiele gegen einander spielen.

In Hoi An blueht das Geschaeft mit Schneiderei auf Anforderung. Abendkleider, Wintermaentel alles aus den Katalogen 2007. Und nie fuer mehr als 100 Euro. Das alles bei einem Durchschnittsgehalt der Vietnamesen von 650 Euro im Jahr...

Ein Land, dass vor 30 Jahren noch von den Amis bis in die Grundfeste zerstoert wurde, rappelt sich mit einer unglaublichen Zuversicht wieder auf. Eine Energie, die wir in Deutschland auch spueren sollten.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Overnight stop in Singapur

in Little India in einem Budget Hotel (Haiseng) abgestiegen. Tai Sing war uns zu schmuddelig. In einem Zimmer lag noch eine Unterhose plus Haare dazu auf dem Boden.
da es mit Bus und Bahn zu knapp wurde, haben wir ein Taxi genommen. Der fuhr zwar trotz Taxameter in die richtige Richtung, nahm aber den offiziellen Weg ueber den Highway. So waren es auf dem Hinweg 19, auf dem Rueckweg nur 15 Singapur-Dollars. Fuer eine halbe Stunde klimatisiert Kutschiertwerden, war das mehr als angemessen.
Die Night Safari im Zoo war grossartig. Das Mousedeer ist mit Katzengroesse das kleinste Huftier der Welt. Fischotter fangen nachts richtig an zu toben. Elefanten, eine Giraffe, ein Loewe, ein Tiger, Nilpferde und jede Menge Tiere, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Das alles aus der kleinen Touristenbahn heraus, so dass man mit Erlaeuterung den gesamten Park innerhalb von zwei stunden ansehen konnte. Dass es dann noch ein Chili-Krabben-Essen (Krabbe, nicht Garnelen!) umsonst gab, liess die 28 S$ absolut angemessen erscheinen. Ein Beitrag zum Erhalt der Natur.

Fruehstueck in der FoodMore-Mall. Indisch. Roti John. Und frischen Fruchtsaft. Staerkt, auf nach Orchard-Street.

Montag, 18. Juni 2007

Online Socializing in der Telefonwarteschlange

Call-Center-Kosten müssen runter. Interactive Voice Response (IVR) soll der Kostenkiller schlechthin sein.
Leider ist er auch der Launekiller schlechthin:
- "Drücken Sie die Eins, wenn Sie sich über unsere neusten Produkte infor.." - "Nein,ich will mich eigentlich nur ein wenig beschweren."
- "Sie meinten:'Beratung'?" - "NEIN! BE-SCHWER-DE!"

Doch am schlimmsten ist letztlich doch das Parken des Kunden in einer Warteschleife, weil jemand die Erlang-C-Formel nicht versteht (oder nicht verstehen will).
IVRs machen es dann manchmal etwas spannender, indem sie verknünden, der Wievielte man denn nun in der Warteschlange sei. Manchmal kommt man auch per Raute-Taste zurück ins automatisierte Hauptmenü.
Das ist alles nicht wirklilch kundenfreundlich - und erst recht nicht hipp.

Hipp ist Web 2.0, online networking und social web services.
Doch wie bringt man das zusammen?

Die Lösung:
Ganz einfach: Man bietet dem Wartenden (z. B. durch Drücken der "2") die Möglichkeit, mit anderen in der Warteschlange Kontakt aufzunehmen - wie an der Kasse beim Aldi.
Wer die 2 drückt, erklärt sich bereits zum Quatschen und Angequatscht werden.
Danach kann der Wartende mit "1" den Unbekannten vor sich und mit "3" den oder die Unbekannte(n) hinter sich ansprechen.
Sofern sich dieser nicht selbst gerade in einem Warteschlangenchat befindet, wird eine Konferenz geschaltet.
Position eins darf nicht chatten.
Sobald man von Position zwei auf ein aufrückt, erhält man während des Chats die Ansage "Sie befinden sich nun ganz vorne in der Warteschlange. Bitte verabschienden Sie sich von einander. Bis zum nächsten Anruf bei Langweil GmbH!". Jetzt haben beide noch 3 Sekunden bis sie wieder in der altbekannten Melodieschleife landen.

Zu beachten:
Dies wird sicher dem Kundenbetreuer einen entspannteren Kunden liefern.
Allerdings sollte man sich überlegen, ob man dieses Feature nicht nur bei Bestellhotlines und nicht bei Beschwerdehotlines einsetzt: Wenn sich zwei Kunden über Ihre Probleme austauschen, sehen sie sich ggf.noch in ihrem Problem nur bestätigt und werden noch aufmüpfiger.

In jeden Fall sollte die Hotline nicht kostenfrei sein. Wenn sich es vorher war, ist dies ein guter Grund, sie wieder kostenpflichtig zu machen.

Donnerstag, 31. Mai 2007

Freenet iPhone mit Ekiga Softphone

Ekiga wird bei Ubuntu Dapper drake bis Feisty Fawn standardmäßig mitgeliefert. Dieser SIP-Client kann auch für Freenet iPhone genutzt werden.

Unter Bearbeiten -> Konten muss ein Konto hinzugefügt werden, mit folgenden EInstellungen:
Registrar: freenet.de
Benutzer: [Freenet-Login-name oder Freenet-Telefonnummer]


Befindet man sich hinter einer Firewall, wird meist ein STUN-Server benötigt. Hier kann auch der bereits eingetragene von Ekiga verwendet werden. Alternativ geht auch: iphone-stun.freenet.de

Unter Einstellungen -> Protokolle -> SIP-EInstellungen -> Ausgangs-Proxy kann der Freenet-Proxy iphone.freenet.de angegeben werden.

Welcher VoIP-Anbieter bietet eigentlich Video-Unterstützung?

Sonntag, 6. Mai 2007

WEB.DE Messenger mit Pidgin via Jabber

Der WEB.DE Messenger nutzt (wie GMX und 1 & 1) das Jabber-Protokoll. Mittlerweile heißt er Multimessenger.
WEB.DE verwendet jedoch gmx.net als Server.
Neuere Versionen (> 1.5) des Universal-Chat-Tools GAIM, jetzt Pidgin, unterstützen dies direkt.

Unter Pidgin (z.B. unter Linux Ubuntu Intrepid Ibex) legt man ein WEB.DE-Konto mit folgenden Daten an:

Protokoll: Jabber

Benutzername: <web.de-Nutzername>

Domain: web.de

Ressource: Superwallah

Paßwort: <web.de-Mailpasswort>

Alias:

Paßwort speichern:

Auto-Login: X

Zeige mehr Optionen:
TLS voraussetzen: X
Port: 5223
Verbindungsserver: <leerlassen, wird automatisch gefunden>


In der deutschen GAIM-Version ist mit dem Knopf "Anmelden" übrigens das Anlegen eines neuen Kontos gemeint, nicht das (tägliche) Einloggen. Unter Pidgin besteht diese Verwirrung nicht mehr.

Sonntag, 29. April 2007

Canon CanoScan FB630P Scanner unter Linux Ubuntu Dapper Drake

Folgende Pakete sollten installiert sein:
xsane
sane-utils


Letzteres gibt es nur im "universe", enthält aber scanimage.

In /etc/sane.d/canon_pp.conf sollte vor folgenden Zeilen das Kommentarzeichen # entfernt werden:
ieee1284 parport0
force_nibble
FB630P
init_mode FB630P parport0


Standardmäßig sollte es als root funktionieren:
$ sudo scanimage -L
device `canon_pp:parport0' is a CANON FB630P flatbed scanner


Das Problem als normaler User liegt daran, das die Rechte für /dev/parport0 via udev vergeben werden und das Device der Gruppe "lp" zugeordnet wird. Der Nutzer erhält aber nur die Gruppe "scanner" zugeordnet.
Deshalb sollte /etc/udev/rules.d/40-permissions.rules wie folgt geändert werden:
#SUBSYSTEM=="ppdev", GROUP="lp"
SUBSYSTEM=="ppdev", GROUP="scanner"


Nun kann xsane auch als normaler User verwendet werden.

Einzig auf "Qualitätsabgleich" sollte man nicht klicken!

Dienstag, 24. April 2007

Ubuntu Upgrade von Edgy auf Feisty fehlgeschlagen

Von Dapper auf Edgy hat es so gut geklappt. Doch nun hat das Linux-Update von Edgy Eft auf Feisty Fawn nicht geklappt:

Nach dem Booten und Laden von X11 und dem gdm frieren Tastaur und Maus nach wenigen Sekunden ein.

Folgende Dinge waren NICHT Grund dafür:
1. Der nvidia-Treiber. Auch mit einem 'Driver "vesa"' in der /etc/X11/xorg.conf trat das Problem auf.
2. hotkey-setup. Obwohl ein "Segmentation Fault" beim Laden von hotkey-setup gemeldet wird, brachte es nichts, aus den Verzeichnissen /etc/rcX.d (X=2-5) die Datei S20hotkey-setup testweise zu löschen.

Das Booten im "recovery mode" funktioniert jedoch.

Hmmm....???

Donnerstag, 19. April 2007

Neudeutsch, aber bitte richtig!

Das ist schon nicht leicht, das moderne Deutsch. Gemeint ist Neudeutsch, oder auch "Denglisch".
Was soll man auch tun, wenn es keinen vernünftigen deutschen Begriff, speziell z.B. im Bereich Technik, gibt? "Hauptplatine" ist nicht so eindeutig wie "Motherboard"... und der Toaster hieß sowieso nie anders.
Aber wenn Ihr übersetzt, damm doch bitte richtig!
Actual case heißt tatsächlicher Fall. Denn der aktuelle Fall ist der current case.
Aus der englischen IT-Sicherheit übersetzte physical security muss im Deutschen auch physische Sicherheit heißen. Physikalische Sicherheit ist Blödsinn und würde die chemische Sicherheit von Computeranlagen ausklammern. Wenn mir jemand physischen Schutz versichert, gehe ich allerdings auch davon aus, dass mein Rechnersystem gegen Korrosion geschützt ist (Oxidation ist ein chemischer Prozess).
Schwierig wird es bei der Übersetzung von control. Im Englischen beinhaltet dies immer den beeinflussenden, korrigierenden Faktor. Die deutsche Kontrolle hingegen kann (wie in Passkontrolle) auch nur die Funktion einer Überprüfung haben. Wer also das Eingreifen ausdrücken will, sollte lieber von Steuerung sprechen.

Ansonsten schreibt man im Deutschen Adresse weiterhin mit einem "d".

Dass man Standard am Ende mit "D" schreibt, ist übrigens nicht nur im Deutschen, sondern auch im Englischen so.

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Zuletzt aktualisiert: 3. Jan, 22:11