Freitag, 2. März 2007

Social Networking und PGP

Web 2.0 und Social Networking sind Hype-Blase 2.0.
Solange die Börse dran glaubt, soll uns das nicht davon abhalten, kreativ zu werden.

Was haben haben PGP (GnuPG) und Social Networking miteinander zu tun?
Es ist der durch PGP geprägte Begriff des "Web of Trust".

Pretty good privacy (PGP) ist eine Verschlüsselungssoftware, die auf einem Public-key-Verfahren aufsetzt.
Ich kann jedem meinen öffentlichen Schlüssel schicken, ja, ihn sogar in elektronischen Telefonbüchern, den Keyservern, veröffentlichen.

Das Web-of-Trust stellt dabei sicher, dass ich einem anonym von einem Keyserver heruntergeladenen Schlüssel auch glauben kann, dass er wirklich zu demjenigen gehört, dessen Namen daran hängt.
Dies geschieht dadurch, dass andere durch ihre digitale Unterschrift bestätigen, dass Sie selbst diesem Schlüssel voll vertrauen. Vertraue ich dem Unterschreibenden, kann ich auch von Authentizität des fremden Schlüssels ausgehen.

Ich kann einer Person eine verschlüsselte, unterschriebene Nachricht senden, obwohl ich sie nie zuvor kontaktiert habe.

Dies geht nur, weil ich jemanden kenne, der ihn kennt.
Wem kommt das bekannt vor?
Das ist doch die Grundidee der OpenBCs und LinkedINs dieser Web-2.0-Welt.

Mit den Daten auf einem PGP-Keyserver kann ich mir also sehr transparent und vor allem mit höherer Qualität einen Überblick über Wer-kennt-wen verschaffen.
Und das beste: Es handelt sich zum überwiegenden Teil um Menschen, die ein Bewusstsein für IT-Security haben, sich mit Technik auskennen und Wissen versenden, das Verschlüsselung bedarf.

Oder lässt sich vielleicht sogar das OpenBC-Netz als Grundlage für ein schwaches Web-of-Trust bei PGP nutzen, falls mir keine Signaturkette in PGP vorliegt? Hier wird es leider etwas schwierig, weil die authentische Zuordnung zwischen Person und Signatur nicht gegeben ist.

Erste Schritte zur Keyring-Analyse liefert das Linux-Tool keyanalyze (Auch wenn die Seite nicht erreichbar ist, so ist das Tool im Ubuntu-Repository erhältlich).

Und wenn man lange genug sucht, findet man auch andere, die sich schon damit beschäftigt haben.

PS2 - Backup von Memory Card

8 MB für 30 Euro. Das wäre so, als würde ich mir meine Spielstände per SMS schicken (okay, fast.).

Wie bekomme ich Playstation2-Spielstände von der Playstation Sony Memory Card auf meinen PC und zurück?

Das sagt das Netz:
  • HD Loader, oder der Nachfolger HD Advanced - Nachteil: Es wird eine Festplatte in der PS2 benötigt.
  • Action Replay MAX - ???
  • MAX Drive 128 MB - ein USB-Stick, den die PS2 als Memory Card erkennt. Die beste Lösung, da keine zusätzliche Software benötigt wird. Kopiert wird mit dem internen Browser. Allerdings: 30 Euro.
  • "independence compiler" von http://console.iscentral.net/
    und die execftp.elf von www.sksapps.com
    mit dem compiler eine bootdisc erstellen, die execftp startet
  • USB Stick mit FAT16 formatieren - dies alleine reicht allerdings nicht, da die PS2 den Stick dann noch nicht erkennt
Nachtrag:
Die Wahl ist getroffen: MAXDrive.
Es handelt sich um einen speziellen USB-Stick, der unter Windows und Linux ohne speziellen Treiber genutzt werden kann.
In der PS2 bootet man eine Mini-CD, mit der man zwischen MemoryCard und Stick hin- und herkopieren und verschieben kann.
Zudem kann man sich über die Software aus dem Internet Spielstände direkt auf die PS2 laden.
Das habe ich aber noch nicht getestet.

Als MemoryCard-Ersatz kann der Stick wohl nicht dienen.

Montag, 5. Februar 2007

Thunderbird-Plugin für Outlook-Terminanfrage

Welches Mailprogramm ich verwende, interessiert meine Kommunikationspartner ja selten.

Problematisch wird es, wenn ich eine Terminanfrage eines Outlooknutzers erhalte. Der sendet diese mit der automatisierten Funktion und sein Outlook erwartet eine ebenso standardisierte Antwort.

Es dürfte doch für ein Skript ein Leichtes sein, die Anfrage:
a) als eine solche zu erkennen,
b) mir die Knöpfe "annehmen" und "absagen" im Mailheader zu bieten und
c) aus dem Klick und der Mail eine Outlook-konforme Standardantwort zu generieren, die mein Kommunikationspartner bzw. sein Outlook automatisiert einlesen kann.

Gibt es ein solches Plugin schon?
Wer kann sowas schreiben?

Donnerstag, 1. Februar 2007

E-Mails aus Excel versenden

Aufwendige Excel-Blätter (Ich werde das von Programmierern verachtete Wort "Excel-Applikationen" verwenden), die Geschäftsprozesse unterstützen, werden meist in E-Mail-Verkehr stark einbezogen.

Wenn man Daten nun direkt aus Excel heraus versenden könnte, wäre das großartig.

Vorweg: Ich suche immer noch nach einer Lösung, um aus Excel Attachments an E-mails zu hängen.

Mails ohne Attachments sind jedoch mit einem einfachen Hyperlink möglich.
Excel schlägt da nur "Empfänger" und "Betreff" vor. So geht es jedoch samt Mail-Text:

mailto:empfaenger@irgendwo.de?subject=Betreffzeile
&cc=Kopieempfaenger
&bcc=Blindkopieempfanger
&body=DerTextinderMail


Da Excel in der Maske unter "Hyperlink bearbeiten" nur "E-Mail-Adresse" und "Betreff" erwartet, muss die obige Zeile zerlegt werden in
E-Mail-Adresse: empfaenger@irgendwo.de?cc=Kopieempfaenger
&bcc=Blindkopieempfanger&body=DerTextinderMail

und
Betreff: Betreffzeile

In Excel-VBA unter Excel 2000 lautet der Aufruf:
Worksheets("Tabelle1").Hyperlinks.Add _
Anchor:=Range("C7"), _
Address:="mailto:empfaenger@irgendwo.de? _
cc=Kopieempfaenger& _
bcc=Blindkopieempfanger& _
body=DerTextinderMail& _
subject=Betreffzeile", _
TextToDisplay:="Sende E-Mail"

Wichtig ist dabei, dass "subject" ganz am Ende steht.

Juice Shop

Welche Beschreibung passt besser auf all die großen Konzerne, die uns Kunden direkt ihren "Service" anbieten und sich dann doch im eigenen Chaos verstricken, als
Da weiss doch die linke Hand nicht, was die andere linke Hand tut.
(stolzes Eigenzitat)

Imageschaden beziffern

Im Risiko-Management tritt als Schadenspotential immer wieder der Imageschaden, also der Verlust an Reputation, auf. Doch wie beziffert man diesen? Wie kann man Rufschaden bewerten? Wie hoch ist der "business impact"?

Die Größe des Imageschadens lässt sich grob abschätzen über die Reichweite der schlechten Nachricht:
  1. Nachricht in der internationalen Presse
  2. Nachricht in der nationalen Presse
  3. Nachricht in der regionalen Presse oder Fachpresse
  4. Nachricht in Lokalpresse
  5. mündliches Bekanntwerden, negative Mund-zu-Mund-Propaganda
Die Auswirkungen:
Wie hoch ist der Umsatzausfall durch verprellte Kunden? Kaufen Kunden weniger? Wann haben sie den GAU vergessen?
Wie viele Kunden werden nie wieder mit mir Geschäfte machen? Neukunden? Verlorene Stammkunden?

Ich freue mich über jeden Kommentar zu diesem Thema hier im weblog.

Freitag, 12. Januar 2007

Mail-Plugin gegen vergessene Attachments gesucht

Wer kennt das nicht?

Da schreibt man fix eine Mail, in der man noch schnell den Anhang anpreist und erläutert und klickt auf "Senden"... hat aber vergessen, den Anhang anzuhängen.

Ich suche ein Plugin oder Add-on für Thunderbird, das mich nach Klicken auf "Senden" fragt, ob ich wirklich die Mail ohne Anhang senden will. Dies soll es natürlich nur dann tun, wenn die Künstliche Intelligenz der Software ein fehlendes Attachment vermutet. Ich denke da an ein simples Pattern Matching für Schlüsselformulierungen:
Anbei finden Sie, findest Du
Im Anhang findest Du
Angehängt an diese Mail
siehe Anhang
im Attachment
...


Wäre das nicht praktisch?

Montag, 8. Januar 2007

ext2/ext3-Partitionen unter Windows XP nutzen

Auf dem neuen Laptop werde ich wohl wieder den EXT2IFS-Treiber von www.fs-driver.org einsetzen.
Dieser unterstützt in Version 1.10c zwar immer noch kein AMD64-Architektur und ist closed source, aber er funktioniert.

Ext2fsd 0.31a hingegen befindet sich immer noch im Entwicklungsstadium. Vom Schreibzugriff auf ext3 wird abgeraten. Große Dateien scheinen ebenfalls ein Problem zu bereiten (wie in Foren berichtet wird). Ich selbst habe nur gemerkt, dass das Installationsskript nicht durchlief und in der Setup.bat aus %windir$ noch %windir% gemacht werden musste.
Weiterhin muss das ext2fsd.exe noch selbst an eine Stelle kopiert werden, von der es alle Nutzer verwenden können.
Ich habe es auch nicht (ohne SKripte in der Autostart) geschafft, dass bei jedem Login die ext2-Partition automatisch angehängt ("gemountet") wird.

Die Angst vor dem Datenverlust und der Empfehlung des Autors, den Treiber nur für eine kleine Datenaustausch-Partition zu nutzen, haben mich nun zurück zu fs-driver getrieben.

Wer ext2fsd weiter verfolgen will, sollte das Forum bei sourceforge lesen.

Samstag, 30. Dezember 2006

Linux Ubuntu 6.10 Edgy auf HP Compaq nc8430

Ubuntu 6.06 LTS Dapper Drake läßt sich auf dem HP-Notebook Compaq nc8430 ohne größere Probleme installieren.

Mittlerweile bin auch auch einfach auf Ubuntu 6.10 Edgy Eft umgestiegen. Methode 1 von der gegoogleten Seite funktioniert prima.

Kleinere Hindernisse stellen dar:
  1. WLAN über die interne Intel Centrino Schnittstelle
  2. Bluetooth
  3. eine WSXGA-Auflösung auf der ATI Radeon X1600
Noch nicht im Fokus, aber sicher in Zukunft noch interessant:
  1. Fingerprint-Scanner, Fingerabdruck als Login
  2. TPM-Chip
  3. HP-Quicklaunch-Tasten
  4. das interne Modem
Grafikkarte

Die hohe Auflösung läßt sich schnell erreichen, wenn man der entsprechenden Howto folgt.
Im Wesentlichen muss der "vesa"-Treiber durch den ATI-Treiber "fglrx" ausgetauscht werden. Diesen gibt es im "restricted"-Repository.

WLAN mit WPA

Bei dem eingebauten WLAN-Modul handelt es sich um den Intel 3945 Chipsatz. Das Gerätetreiber-Modul dafür heißt ipw3945. Dazu editiert man die /etc/modules:
sudo gedit /etc/modules
Einfach eine Zeile am Ende hinzufügen:
ipw3945
Zur WPA-Unterstützung fügt man in /etc/network/interfaces die Funkkarte hinzu:
auto eth1
pre-up /sbin/wpa_supplicant -ieth1 -c/etc/wpa_supplicant.conf -Bw; sleep 8;
post-down killall -q wpa_supplicant
iface eth1 inet dhcp

Wichtig dabei: wpa_suplicant wird NICHT mit dem Treiber ipw, sondern mit wext gestartet. Wird die Option "-D" (wie im Beispiel) nicht angegeben, wird "wext" implizit automatisch gewählt.
Zur eigentlichen WPA-Konfiguration ist noch die Datei /etc/wpa_supplicant.conf anzulegen:
ctrl_interface=/var/run/wpa_supplicant
eapol_version=1
ap_scan=2
network={
ssid="namedeswlans"
proto=WPA
scan_ssid=1
key_mgmt=WPA-PSK
pairwise=TKIP
group=TKIP
psk=123abc123123123...12313
}

An einigen Stellen im Netz findet man Empfehlungen zur Parameterwahl "CCMP" für die Optionen "pairwise=" und "group=". An einer Fritzbox mit WLAN-Einstellung "TKIP (WPA)" funktioniert dies nicht.
Die Zeile mit der Option "psk=" lässt sich mit folgendem Befehl erzeugen und erspart dem WPA-Treiber die Konvertierung vom Klartext auf hexadezimal bei jedem Start:
wpa_passphrase namedeswlans passwort

Bluetooth

Unter Windows XP liefert HP ein Tool, mit dem man WLAN und Bluetooth getrennt ein und ausschalten kann. Dies ist unabhängig von der WLAN-Taste. Sollte man auf einem Dual-Boot-Rechner also mit diesem Tool Bluetooth deaktiviert haben, kann man es unter Linux auch nicht durch Drücken der WLAN-Taste einschalten.
Hat jemand ein Tool unter Linux gefunden, das der Funktionalität des WIndows-Tools entspricht, damit ich dafür nicht immer Windows booten muss?

ACPI - Stromsparen
acpi
nennt nur den Level-Battery, ThermalZones scheint noch nicht zu funktionieren. Dadurch läuft die gesamte Zeit der Lüfter.

Dienstag, 19. Dezember 2006

Freephone iPhone - zweite und dritte Nummer nutzen

Schön, dass der iPhone-Vertrag nicht an den DSL-Anschluss gekoppelt ist. So kann ich wenigstens dies über einen anderen Anbieter nutzen.

Doch auch die Nutzung der zweiten und dritten Rufnummer hat ihre Tücken:
Für die erste Rufnummer ist der Login-Name
Vorname.NachnameZiffer
Für jede weitere Rufnummer muss als Login Name die Rufnummer inklusive Vorwahl (mit führender Null, ohne Ländervorwahl) eingetragen werden.

Gesagt wird einem das nicht.

Montag, 18. Dezember 2006

Der 13. Freenet-Komplett-Termin

Die Telekom war da!
Ja. Leider war erst drei Minuten nach denen jemand zuhause... sofern man der Postkarte glauben kann, die die hinterlassen haben.

Nur interessant, was mir dort als Notiz hinterlassen wurde:
Sehr geehrte Damen und Herren,

der Service-Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG war im Auftrag Ihrer Telekommunikationsfirma

ARCOR

bei Ihnen.


Wie bitte? Wissen die nicht einmal, für wen die arbeiten?

Und das an dem Tag, den unsere Kanzlerin der IT-Branche widmet.

Digitaler Bilderrahmen als Mobilfunk-Geschäftsmodell

In jedem Elektronikgeschäft sieht man sie jetzt: Die digitalen Bilderrahmen.
Im Wesnetlichen handelt es sich dabei um einen LCD-Bilderschirm mit 15cm Diagonale, einem Rahmen aus schickem gebürstetem Aluminium (o.ä.) und einem SD-Kartenschlitz inkl. ein wenig Steuerelektronik.

Das Gerät zeigt dann alle Bilder auf der SD-Speicherkarte im Minutentakt wechselnden Rhythmus an.

So entgeht man dem Problem, aus den 547 in Spanien geschossenen Digitalfotos, die besten drei für die Wohnzimmerwand auszuwählen. Nun reicht die Auswahl der besten 50.

Wäre es nicht gut für die Mobilfunkprovider, einen solchen Rahmen (mit Logo-Branding, versteht sich) herauszugeben, der KEINEN SD-Slot und KEINE Infrarot- oder Bluetooth-Schnittstelle enthält, sondern nur eine SIM-Karte.
Der Bilderrahmen hat dann eine Mobilfunknummer und kann MMS empfangen.

"Sag's doch einfach per MMS" braucht nicht nur ein sendendes Handy, sondern auch einen Empfänger, der sich freut, wenn er plötzlich auf seinem "MMS-Postfach" wieder einen Gruß vorfindet.

Ggf. kann ja die Absender per Tastendruck am Bilderrahmen abgefragt werden.

Die SIM-Karte ist natürlich soweit gesperrt, dass allein die Notrufnummer 112 angerufen werden kann. Alle anderen ausgehenden Anrufe werden blockiert. Dafür gibt es die Karte praktisch kostenlos.
Damit er die Karte auch nicht für den Empfang kostenloser Telefonate verwenden kann, könnte eine Rufumleitung zu einer Standardansage für alle diese Karten programmiert werden (die dann wiederum erläutert, dass man durchaus MMS auf diese Nummer schicken kann).
Alternativ wäre es denkbar, dem Kunden die PIN überhaupt nicht zu verraten und die Karte zu sperren.
Alternative 2 wäre ein SIMLock auf das Bilderrahmentelefon.

Um das Geschäft anzukurbeln, sollten netzinterne MMS auf das Gerät zunächst kostenlos sein.

Was würde ein Kunde dafür zahlen?

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Zuletzt aktualisiert: 3. Jan, 22:11